EDITED coat* / VILA pullover* / ASOS hat / fotos by MINH SAM NGUYEN 

Ein Rollkragenpullover. Schwarze Skinnyjeans. Stiefelletten mit klobigem Absatz. Die Wellington-Uhr mit dem abgenutzten Lederband. Ein langer Mantel. Und ich fühle mich komplett. Der Winter entzieht mir meine Energie und Lebensfreude und am liebsten würde ich drei Monate lang kein Fuß vor die Tür setzen. Manchmal wünsche ich mir, während ich die Hände ganz tief in die Taschen stecke und mit schnellen Schritten noch durch die schließenden S-Bahn-Tür husche, im nächsten Leben ein Vogel zu sein, der jedes Jahr pünktlich zur kalten Jahreszeit alles stehen und liegen lässt und in Richtung Süden fliegt. Manchmal wünsche ich mir, Wörter wie "Minusgrade" und "Zwiebellook" würden sich nicht in meinem Sprachgebrauch wiederfinden und dass ich einfach den nächsten Flug in die Sonne buchen kann, ohne auf den Terminkalender schauen zu müssen. 

Bald bin ich 25. Eine fröhliche, junge Frau. Erwachsensein. Verantwortungen. Wecker. Und dann ziehe ich an: den Pulli, die Jeans, die Boots, lege die Uhr um den Arm und den Mantel auf die Schulter. Meine Winteruniform 2017. Lange Wollmäntel* sind dieses Jahr so in wie nie: Wie ein Cape geben sie mir Superkräfte und Wärme, selbst dann, wenn ich mich wie ein Teenager mit Liebeskummer fühle und alles hinschmeißen mag... Ich habe sie bereits in Schwarz und Grau, und heute zähle ich dieses Dunkelrot mit hinzu. Meine Winteruniform nimmt meine Hand und führt mich durch kalte Tage, Abschiede und lange Spaziergänge. Routine. Alltag. 

Was tragt ihr diesen Winter? Habt ihr auch eure eigenen Winteruniformen, um diese Kälte zu überstehen?! 


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