Spätfrühling 2016. Ich weiß weder, an welchem Wochentag diese Bilder geschossen wurden, noch was wir später gemacht haben, vermutlich stand ein Kinobesuch auf dem Plan, oder ein Abendessen in einem der neuen Restaurants in Prenzlauerberg. Aber der Wind war stark an diesem Nachmittag und es fühlte sich an, als wenn der Herbst gerade an der Tür stünde. Ich erinnere mich, dass wir uns offiziell getrennt hatten und alte Gewohnheiten langsam tatsächlich alt wurden. Die Nachrichten wurden weniger, selbst wenn die Gedanken aneinander sich vermehrt haben, wir klammerten an Erinnerungen und ließen die Hände hängen, wenn wir nebeneinander liefen. 

Manchmal dachte ich an den alten Kaschmirschal, denn wir immer geteilt haben. Ein Tag du, ein Tag ich. Glückliche Tage, als wir noch so jung waren, dass fehlende Tage noch im Schulzeugnis vermerkt wurden und Klassenarbeiten unterschrieben werden mussten. Vielleicht erinnerst du dich an die ersten, verbotenen Küsse, an das Zelt, das wir im Winter gebaut hatten, um uns dann reinzulegen und stundenlang zu kuscheln. Damals tranken wir Eistee und setzten auf Tiefkühlpizzen, weil sie so ziemlich das günstigste Essen waren, das wir im Supermarkt fanden. Keine Beschwerden, keine Überlegungen, wieviel Trinkgeld man geben müsste, nur ein Single-Bett, ein winziger Fernseher, ein MP3-Player. Jugendliebe. 

Heute fand ich diese Bilder wieder, die du von mir schoss. Ein windiger Tag, ein unruhiges Herz, der Anfang einer Pause. Du nahmst den Schal mit auf deine Reise und ich vergaß, wie sich Kaschmir anfühlte, und deine Haut, dein Atem. Ich vergaß, dass Spannung nicht alles sein darf, wonach man in der Liebe sucht, sondern Harmonie, Verständnis - und vielleicht eine Zukunft. Ich vergaß den Essengeruch aus der kleinen Küche und dein schallendes Lachen, den kleinen Kuss, den du mir gibst, bevor du zur Arbeit gehst, während ich so tue, als würde ich noch tief schlafen. Ich suche heute wieder danach, alten Umarmungen, Ehrlichkeit, dem Gefühl, Zuhause zu sein, das Richtige zu tun, dem richtigen Menschen alles zu geben, was ich besitze.  Ich suche Frieden. Ich suche dich. 



Selbstliebe ist einer dieser Ausdrücke, die ich lange Zeit für überbewertet hielt. Was soll das schon heißen, sich selbst zu lieben? Jede Woche einen Spa-Tag einzulegen und Masken auf das Gesicht schmieren? Sich Cheatdays zu erlauben und immer die maximale Popcorngröße an der Kinokasse zu bestellen? Morgens den Wecker auszumachen und sich einfach einen unifreien Tag zu gönnen? Vielleicht gehören diese Dinge dazu, ganz sicher sogar gehören sie dazu, und ich bin froh, dass ich mir nie etwas verboten und immer versucht habe, auf den Kopf zu hören, um mich letzten Endes für das Bauchgefühl zu entschieden. 

Ich dachte mal, schlaflose Nächte würden zum Erwachsensein dazu gehören. Fehler zu machen, Fehler einzugestehen und sie doch nochmal zu wiederholen. Ich wünschte mir mal, alles würde kommen, wie meine Oma es mir erzählt hatte, als ich so klein war wie meine Nachhilfeschüler, dass ich nur in Schule gehen und gute Noten schreiben müsste, damit das Leben gut wird. Sie hatte mir damals nicht gesagt, dass noch so viel dazu kommen müsste, so viel mehr als nur ein Uniabschluss und ein Ring am Finger. Vielleicht etwas Glück, etwas Mut, vor allem aber: Ausdauer.

Ich weiß nicht, ob ich eines Tages erfolgreich werde, irgendwie schweben meine Wünsche noch in den Träumen und lassen sich noch nicht greifen. Aber ich warte nicht mehr auf Chancen, auf Menschen, darauf, jedes Jahr im März eine 1 zu meinem Alter addieren zu dürfen, sondern stelle den Wecker und stehe wieder pünktlich auf, um zu arbeiten. An mir selbst. Denn auch das ist Selbstliebe. Mich um mein zukünftiges Ich zu kümmern, vermutlich. 

Seit geraumer Zeit blühen frische Blumen an meinem Schreibtisch, ich lese wieder, schreibe Vieles nieder, wofür mein Herz schlägt und versuche herauszufinden, wonach es wirklich lechzt. Vor drei Jahren fühlte es sich noch an, als würde ich vor einer wahnsinnig großen Hürde stehen. Die habe ich überwunden. Nun folgen weitere.

Ich verrate euch heute ein paar Dinge, die meinen Alltag schöner machen:

  • Die Uhr von Guess trage ich so gut wie immer um mein Handgelenk: ein elegantes, weibliches Modell in Rosegold. Einige Komplimente gibt es sogar auch schon. 
  • Blumen kaufe ich immer vom Wochenmarkt, weil sie so am frischesten sind und ich gerne kleinere Händler unterstützen möchte. Am liebsten mag ich einfache, lässige Vasen mit einem Twist: Hier z.B. kommt eine leere Lemonade-Flasche zum Einsatz. Nicht nur, dass die Getränke von LemonAid und ChariTea gut schmecken und Teile der Erlöse bisher dazu beigetragen haben, dass Menschen in Südafrika mit Strom versorgt werden (hier findest du alle Projekte), die Glasflaschen kann man vielfach upcyceln. Wie wäre es mit ein paar Ideen? :)
  • Die sicherste iPad-Hülle, die ich je hatte: eXchange. Mithilfe starker Magnete kann man das Tablet sowohl horizontal, vertikal als auch bei jedem gewünschten Winkel stabil nutzen. Ohne übertreiben zu wollen, aber ich wusste vor eXchange nicht mal, dass iPad-Hüllen so hochwertig sein können :D. Deshalb habe ich gleich für euch nachgefragt, ob ich für euch eine Hülle für das iPad mini verlosen darf. Dazu müsst ihr nur einen Kommentar unter diesen Post schreiben und mir verraten, was Selbstliebe für euch bedeutet (vergesst nicht die Emailadresse). Ein weiteres Los gibt es auf Instagram
Nun beende ich diesen ungewöhnlich langen Blogpost. Habt einen schönen, sonnigen Tag! Wir lesen uns :) . 


alle Produkte via Brancacci Store*

Wenn es eine Farbe gibt, die mich bereits seit letztem Frühling nicht losgelassen hat, dann ist es Gelb, und zwar in der zitronenfrischen Nuance, nicht Senf, nicht Pastell, sondern das typische, etwas grelle Sonnengelb. Es macht gute Laune und kann die trostloseste Stimmung aufhellen, zumindest bei mir... Beinah hätte ich einen gelben Sessel gekauft, doch zum Glück bin ich am Ende zur Besinnung gekommen: In mein kleines Zimmerchen hätte er niemals einen Platz gefunden. Dafür möchte ich aber dieses Jahr in ein paar kleinere Dinge investieren, die die Farbe des Glücks tragen (eine Handyhülle habe ich sogar schon mal! ). Hier habe ich mir und euch einige Styles aus dem Brancacci Store herausgesucht, die meinen Wunsch erfüllen würden :). Wie findet ihr sie? Und welche ist die Farbe, auf die ihr diesen Frühling auf keinen Fall verzichten möchtet?