Sicher habt ihr gleich gesehen, dass es an den Bildern etwas nicht stimmt. Ungewöhnlich satte Farben, keine Tiefenschärfe - ja richtig, geschossen wurden sie mit meinem iPhone und bearbeitet mit VSCO, einer App, die herrlich schöne Instagrambilder zaubert. Wenn euch die etwas andere Qualität nicht stört, würde ich öfters solche Outfits hochladen, ich meine, wir haben nicht immer Lust, die Spiegelreflexkamera mitzubringen (und mittlerweile frieren schon die Finger ein, wenn man mehr als fünf Minuten knipst) und mit dem Smartphone geht das alles so viel einfacher... 

Wie ihr euch vorstellen könnt, entstand das Outfit nicht gerade heute oder gestern, sondern an einem Sonntag im Oktober, als die Sonne noch schien und der Herbst noch schön war. Die Hose war so ziemlich mein Lieblingskleidungsstück während des letzten Sommers, und wenn ihr mich eine Weile gelesen habt, dann wisst ihr, wie sehr ich Blau mag, nämlich SOOOOO. Leider ist die Hose zur Zeit ausverkauft, aber die und die sind ihr recht ähnlich, glaube ich. Den Cardigan, nach dem ich auf Instagram und Facebook ständig gefragt werde, ist dieser HIER, ich habe ihn in der kleineren Größe. Ich wünsche euch einen Kuschelfreitag, ihr hört am Wochenende nochmal von mir, euch erwarten ziemlich coole Sachen, bleibt gespannt :-*.
 
 
fotos by MINH SAM NGUYEN


Vor kurzem hat mich die liebe Sabina zum Bucket List TAG getaggt und weil ich ihn nicht weiter verschieben wollte (ich weiß, dass ich schon mehrmals getaggt wurde, aber Faulheit, sorry Sabina!), mache ich ihn heute. Mal was Entspanntes und vielleicht auch Unterhaltsames für einen Tag mitten in der Woche. Die Regeln sind easy: Erzähle von deinen Lebensträumen. Diese hier sind meine:

1.   Eine Laser-Operation an beiden Augen. Ich bin mit -6 Dioptrien sehr kurzsichtig und halb blind, hasse es außerdem abgrundtief, dass ich so abhängig bin von Brille und Kontaktlinsen.  

2.   Eine glückliche Familie gründen. 

3.  Tattoos in der Mehrzahl. Ich habe seit Jahren unheimlich Lust darauf, nur bin ich noch nicht sicher, welche Motive die richtigen sind. Das erste Mal Tättoowieren ist doch etwas Heiliges...

 4.   Eine neue Sprache lernen und diese dann auch wirklich beherrschen.

 5.   Einen eigenen Laden aufmachen, sei er ein Restaurant oder ein Online Shop. 

 6.   Meinen Bachelor erfolgreich abschließen und endlich wissen, was ich vom Leben will.

 7.   New York. Muss ich mehr dazu sagen?

Hand aufs Herz, verratet mir einen eurer Lebensträume :). Hinterlasst einen Kommentar oder schreibt gleich einen Post, ich würde mich sehr freuen, mehr von euch zu erfahren. Außerdem tagge ich namentlich folgende Mädchen, besucht sie mal und zwingt sie dazu mitzumachen ;) : Nisi, Anni, Laura, Marie, Jana und Ina!


fotos by MINH SAM NGUYEN 


Ich schreibe heute über den Tod, weil ich in letzter Zeit einfach nicht aufhören kann, daran zu denken. Versteht mich falsch, mir geht es blendend, wenn man von der ewig dauernden Erkältung hinwegsieht, die Uni läuft wie gewohnt und auch in meiner Umgebung sind alle geliebten Menschen wohlauf. Aber wenn ich ehrlich bin, bekomme ich jedes Mal Schüttelfrost, wenn ich einen Film schaue und jemand sich mit seinem letzten Atemzug verabschiedet. Das ist keine Sympathie mit den Darstellern, keine Empathie mit der Story, das ist pure Angst. Früher hätte ich gesagt, für jeden von uns kommt irgendwann mal der Zeitpunkt, an dem du nichts wieder gutmachen kannst, an dem du deine Augen schließt und schläfst. Jeder einzelne von uns. Schläft. Eines Tages. Deswegen machte es mir auch nicht so viel aus, ich meine, ich bin noch jung. Wir sind alle noch jung. Und Zeit, Zeit ist relativ.

Dann ging es meiner Oma vor fast einem Jahr nicht gut. Ihre Herzvenen waren verstaut und das Blut konnte nicht zum Herzen gepumpt werden. Wäre sie nicht rechtzeitig operiert worden, hätte ich sie vor zweieinhalb Jahren das letzte Mal gesehen. Meine Oma ist alt und ich bin weit weg. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, von mir selbst geohrfeigt zu werden. Mein Tod macht mir nicht so viel aus. Aber der Tod als Fakt, der ist für mich zum ersten Mal und seitdem allgegenwärtig. Ich habe Angst, wenn ich schlafen gehe, dass jeder Tag "eines Tages" werden und ich nichts tun kann. Weil Natur, weil Kreislauf, weil wir nur Menschen. Weil Leben auch den Tod beinhaltet und.

Die Sache ist die, dass man die Kontrolle verliert. Ans Schicksal, vermutlich. Aktuell beiße ich mir fest auf die Lippen, wenn ich von den 43 mexikanischen Studenten lese. Von Kobane und dessen mutigen Bürger. Es ist bestialisch, wie wenig wert das Menschenleben ist für einige von uns. Ich versuche es zu verstehen und bin nicht allzu weit gekommen. Bitte, sollte jemand von euch Psychologie studieren oder irgendwie die Ahnung haben, melde dich. Bitte helfe mir zu akzeptieren, dass wir nur kleine Lebewesen sind, deren Grenzwert im Verhältnis mit der Menschheit gegen null läuft. Ich habe das Bedürfnis, mich in ein Medizinstudium zu stürzen und Menschen zu retten. Sie wieder zum Leben zu erwecken.

Meiner Oma geht es gut. Sie ist schwächer als früher, gewiss, aber sie lacht, läuft und tippt E-Mails an mich. Sie spricht nicht viel und ist schnell böse, aber nie nachtragend. Meiner Oma geht es gut und das sage ich mir jeden Tag, bevor ich einschlafe. Das hilft zwar nicht sonderlich viel und ich habe immer noch Angst, aber man muss immer positiv sein. Es geht nicht darum, für immer zu leben, sondern etwas zu kreieren, das für immer existieren wird. Augenblicke. Liebe. Es geht ums Wertschätzen und darum, dass man loslassen kann. Auf WIEDERsehen, ja, darum geht's.