Nach beinah einem Jahr bin ich endlich soweit, euch die ersten Bilder aus meinem Urlaub vom letzten Sommer zu präsentieren. Ich war vier Wochen lang in meiner Heimatstadt Hanoi und habe die Zeit wie immer sehr genossen. In meinem ersten Post dieser Hanoi-Reihe möchte ich euch ein paar Random Facts / Ratschläge für einen Aufenthalt in meiner Lieblingsstadt mit auf den Weg geben. Habt ihr Lust? Na dann los geht's :).

1. Achte auf deine Wertsachen, trage deine Tasche immer cross-over über den Körper und wenn du ein Selfie machst, dann halte dein Handy fest in deiner Hand. Trage am besten keinen Goldschmuck oder sonstiges, was nach Geld aussieht. Das heißt nicht, dass du dich nicht hübsch machen darfst, aber sei nicht allzu protzig. Ich selbst habe zwar noch nie einen Raubüberfall miterlebt, aber Geschichten darüber gibt es reichlich und sind beliebt wie Horror-Stories, die während schlafloser Nächte auf der Klassenfahrt erzählt werden ;). Insofern wird es nicht schaden, vorsichtig zu sein, auch Taschendieben gegenüber.



2. Hab keine Angst, wenn du das Essen nicht sofort verträgst und höchstwahrscheinlich sogar Durchfall bekommst, vom normalen Bauchschmerzen ganz zu schweigen. In den meisten Fällen wirst du nichts Schwerwiegendes haben, das Essen in Deutschland ist einfach zu sauber, haha :D. In Notfällen solltest du aber natürlich einen Arzt aufsuchen, in Vietnam ist es üblich, dass man ins Krankenhaus fährt.



3. Probiere die ganzen Streetfood-Läden aus und sei offen. Das vietnamesische Essen ist nicht allzu gewöhnungsbedürftig, wie man es sonst aus Galileo kennt, wir essen z.B. keine Insekten :D. Ansonsten kann man mittlerweile auch überall Pasta, Pizza und sogar Döner finden! 



4. Auch wenn er sich schon viel verbessert hat, der Straßenverkehr in Vietnam kennt keine Regeln. Um über die Straße zu kommen, brauchst du dir keinen Ampel suchen (es macht eh keinen Unterschied), sondern läufst einfach los, ein Fuß nach dem anderen, langsam aber bestimmt. Angst brauchst du nicht zu haben, denn die Mopedfahrer sind geübt darin auszuweichen. Tief einatmen und los geht's, Übung macht den Meister! 




5. Verhandelt immer, egal wo, egal wann, egal mit wem, vor allem wenn du aussiehst wie ein weißer Mensch, aber auch wenn man merkt, dass du aus dem Ausland kommst. Gehe mit dem Preis runter auf ein Drittel und einigt euch auf die Hälfte des ursprünglich genannten Preises. Auch weglaufen hilft: Sie werden sich mit Sicherheit zurückrufen.



6. Das 3G Internet ist in Vietnam sehr günstig, ihr könnt also quasi grenzenlos surfen, instagrammen, snapchatten, ... Der gängigste Anbieter ist Viettel, dessen Filialen überall zu finden sind. Außerdem haben fast alle Cafes sehr gutes Free-Wifi, falls ihr arbeiten oder skypen möchtet.

Gegessen: Mc Donald's und Sushi All You Can Eat... Wobei ich dort vor allem Edamame und Wassermelone in mich reingestopft habe (Hallo Wassermelone so viel du willst, wie geil ist das bitte?!). Am Ende haben wir uns gegenseitig rausgerollt, auf dem Weg zur Tür habe ich mir aber noch einen Matcha-Mochi geschnappt - auch die waren gut! Sushi Circle | Rosenthaler Str. 2, 10119 Berlin

Geschafft: Nicht viel, ich hatte eine sehr unproduktive Woche hinter mir und habe am liebsten einfach nur geschlafen. Allerdings habe ich zwei Blogposts fertig gestellt, mit deren Texten ich ziemlich zufrieden bin :). Also falls ihr sie noch nicht gelesen habt: hier und hier.

Gefreut: auf meine ersten Superga, auch wenn ich sie leider eine halbe Nummer zu groß bekommen habe. Danke an die PR-Agentur für die Überraschung, ich trage sie non-stop, so perfekt für den Sommer!

Auf dem Plan: Sachen ausmisten... Das habe ich seit Wochen vor und bis jetzt bin ich leider noch kein Stück weiter gekommen, aber wenn die Hälfte des Zimmers aus Paketen besteht, dann wird es wohl langsam Zeit :D. Hier könnt ihr meinen Kleiderschrank shoppen, teilweise sind sehr aktuelle Produkte mit dabei.

Müsst ihr sehen: Evelinas Apartment Tour. Kann ich bitte einziehen, jetzt gleich?!

 
Es gibt Geschmäcke, die bleiben für immer. An die man sich Jahre später erinnert, im Kontext oder gar ganz ohne, die ein bestimmtes Gefühl und vielleicht Gänsehaut auslösen können. Déjà-vus. Ganz dezent und nicht aufdringlich wie Bilder oder Filme schmeckt man die Vergangenheit quasi auf seiner Zunge, süß, bitter, salzig. Schwarzer Tee schmeckt rau, schwarzer Tee schmeckt nach Opa, oben ohne, wie er da sitzt in der Sommerhitze, aufgehübscht zu Festtagen, seine Hand mit der Zeit leicht zitternd. Ich sehe ihn gerade vor mir, spüre die Schwingungen der Erinnerung wie scharfe Saiten einer Geige an meinen Fingern. Und merke plötzlich, dass schwarzer Tee süß schmeckt. Nach Glück.

Als ich meine zwei wunderschönen Teedosen von Kusmi Tea bekam, musste ich zunächst an den Tee schnuppern, tief einatmen. Die losen Teeblätter durch die Finger rieseln lassen. Ich trank zum ersten Mal Kusmi Tea und konnte irgendwie den Erfolg der Marke nachvollziehen. Ich fand Entspannung, heiß ruhend in meiner Hand. Stellte die feinen Dosen, die die Form einer Hutschachtel annehmen, säuberlich ins Regal und war glücklich. Schwarzer Tee ist bitter und vergleichsweise nicht einfach zu trinken, aber ich bin irgendwann in den letzten zehn Jahren, nachdem ich von Opa getrennt leben musste, erwachsen geworden. Ich brauche keinen Zucker oder Honig, um Süße zu schmecken.

Nur eine lebhafte Erinnerung. Retroperpektive. Passend zu Jean Paul Gautiers Ausstellung im Grand Palais in Paris (noch bis Anfang August!) präsentiert Kusmi Tea eine fünfteilige Produktkollektion im außergewöhnlichen Design des Modeschöpfers. Typisch Gaultier mit maritimen Streifen und Tattoos kommen die Dosen daher und schmücken jeden Haushalt. Anastasia (hellblau) mixt den Schwarztee noch mit Bergamotte, Zitrone und Organgenblüte, Prinz Vladimir mit Zitrusfrüchten, Vanille und Gewürzen. Gelungene Mischungen aus femininen und maskulinen Aspekten. Weshalb ich den Tee derzeit ganz sparsam zu mir nehme... Wenn ich mal wieder nach Hause fahre, möchte ihn unheimlich gerne mitnehmen. Als Geschenk an alte Tage. 

Dann erzähle ich Opa von den westlichen Einflüssen des Tees, von Jean Paul Gautier, ... Und von seiner Enkelin, die irgendwie doch noch Kind geblieben ist.
 
In freundlicher Zusammenarbeit mit Kusmi Tea, danke!