Während ihr diese Zeilen lest, bin ich gerade dabei, die letzten Sachen einzupacken und langsam aufgeregt zu werden. Heute Abend steige ich in den Flieger und dann, nach zwei Umstiegen, vielen Meilen und Stunden, werde ich in Hanoi landen und dort einen ganzen Monat verbringen. Ich werde versuchen, ab und an mal etwas zu posten, einige Artikel habe ich bereits vorbereitet, doch ganz regelmäßig wird es auf dem Blog nicht zugehen, aber das verzeiht ihr mir, stimmt's? Auf Instagram werde ich, so der Plan, aber regelmäßig und mehrmals täglich Bilder posten, also wenn ihr meine Reise miterleben möchtet, dann schaut unbedingt vorbei, ich heiße da @ifiwereaudrey :).

Heute erzähle ich euch ein bisschen verspätet von einem Bloggerevent der Marke KMS California. Deren Produkte gibt es ausschließlich in Friseurbedarfsläden und sind wirklich große Klasse (nein, dieser Post ist nicht gesponsert). Wie ihr wisst, hatte ich eine langwierige Odyssee mit den ganzen Farbexperimenten und meine Haare sind nach wie vor nicht geheilt :D, allerdings habe ich sie dank KMS California endlich wieder in den Griff bekommen. Wie? Das erfahrt ihr jetzt...

 
Der Tag fing damit an, dass wir ganz in Ruhe ankamen, etwas trinken und uns gegenseitig kennen lernen konnten. Mit wir meine ich uns Blogger und Friseure, was wirklich nett ist, dann meist macht jeder nur seinen Job und das Persönliche geht einfach verloren.
  
Dann gibt es Cakepops und eine Präsentation, bei der wir viel von KMS und deren verschiedenen Linien lernen konnten. Ganz besonders fand ich den Quick Blow Dry, der ganz normal auf die Haare gesprüht wird und die Föhnzeit um die Hälfte verkürzt! -> HIER


Danach gab es Häppchen zu Mittag, ihr sehr hier Wraps mit Hähnchen, Spinat und Mangosoße, lecker!




Später ging es zur Cut&Style-Session, die ich persönlich sehr genossen habe. Mein Friseur (er war so sympathisch!) schlug mir vor, nur 1cm abzuschneiden (und er hielt sich daran), da meine Spitzen eigentlich nicht wirklich kaputt waren, sondern vielmehr meine komplette Haarstruktur aufgeraut war. Ganz oben seht ihr das Ergebnis, abgesehen von dem Grünstich, der aber aus eigener Dummheit entstanden ist, mag ich die Frisur sehr. Hinten gleich lang, vorne etwas gestuft und vor allem ist der Glanz wieder da.


Die Moist Repair Serie -> HIER ist zur Zeit mein A und O, um die geschädigten Haare bestmöglich zu pflegen. Das Shampoo und den Conditioner verwende ich bei jeder Haarwäsche und ja, man merkt einen deutlichen Unterschied zwischen einem Drogerie- und Friseurprodukt.


Zum Schluss noch ein Gruppenbild mit allen Teilnehmern. Danke KMS California und häberlein&mauerer für den schönen Tag mit euch :).
// outfit post coming soon

Ich spreize meine Finger und strecke sie durch den Fensterspalt, um ein wenig Wind einzufangen. In Berlin hat sich der Sommer verabschiedet, der Himmel ist bewölkt, es nieselt leicht, der Herbst schwebt irgendwo in der Luft. Der Taxifahrer fragt: "Wissen Sie was?" "Ja?" "Sie sind süß." Er sei vor 25 Jahren aus Syrien hergekommen, um Arbeit zu suchen. "Kennen Sie Syrien?" "Aus den Nachrichten", antworte ich zögernd und ärgere mich im selbigen Moment über mein Nichtwissen. Im Grunde weiß ich rein gar nichts über seine Heimat, vielmehr habe ich mich damals in der Abi-Phase zu Tode geärgert, dass ich zehn DinA4 über diesen verdammten Arabischen Frühling auswendig lernen musste und bei der Klausur letztlich nur eine 3 bekommen habe. Ja, der Arabische Frühling sei verdammt, denn in einem anderen Leben wäre er nicht gewesen, Schüler hätten über ihn sprechen müssen und ich wüsste vielleicht gar nicht, wo Syrien liege (ja, ich bin eine absolute Niete in Erdkunde). Aber dann hätte ich ganz den alten Taxifahrer ganz ahnungslos fragen können, ob dort noch Sommer ist, ob er gern hinreist. Ob er sich vorstellen könnte, eines Tages wieder hinzuziehen. Stattdessen beiße ich auf die Unterlippe.

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"Ich boxe immer mit den Gästen. Na, wenn die mir blöd ankommen, guck mich doch an, würdest du mich boxen, als Mann? Nein würdest du nicht. Ist immer so, manchmal bin ich ganz typisch Kanacke - und wenn ich Bock hab', bin ich intellektuell. Krieg' immer Einladungen. Letztens die eine Steuerberaterin, die wollte mit mir 'nen Film gucken. Bin ja selbstständig, weißte, mit Angestellten und so. Die finden mich freundlich. Mache das mit dem Taxi schon seit sechs, sieben Jahren. Am Anfang nur mit Abmahnungen, aber mit der Zeit lernt man dazu. Ich fahre Taxi, um Frauen aufzureißen, weißte? Läuft gut. Ach, da wohnste ja? Irgendwie ist mir ganz heiß in dem Wagen. Ah, du sitzt drin, kein Wunder. Heute wird ein guter Tag, wenn die ersten Kunden gut sind, schöne Ladies und so, wird der ganze Tag gut, ist immer so. Ich hab' Erfahrung, Mann! Okay, dann mach's gut. Mir ist ganz heiß hier..." 

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2:30 Uhr nachts in der Woche. "Was machen Sie denn so spät noch draußen?" Wir waren im Kino und die Bahn fährt nicht mehr, erzähle ich dem grauhaarigen Taxifahrer und schwärme von Guardians of the Galaxy. Er solle sich den Film mit seinen Kindern anschauen, rate ich ihm. "Ja, aber die sind schon alt, beide über dreißig. Aber ich sag's meinem Sohn, der steht auf solches Zeug." Er spricht von Zeiten, als ein Kinoticket noch kein Vermögen gekostet und er weder Kinder noch Enkel besessen hat. Ihm gehe es aber noch nie besser, die Nachtschicht mache ihm nichts aus, so könne er durch leere Straßen fahren und die kühle Luft genießen. Bis um 7, dann gehe es endlich ins Bett. Ich wage zu behaupten, die Freude wirklich in seiner Stimme heraushören zu können...

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Drei kleine Geschichten von drei Taxifahrten zu unterschiedlichsten Zeiten in Berlin und worüber ich mir so Gedanken mache :).
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