WIR SIND UMGEZOGEN ! Es hört sich selbst in meinen Ohren noch nicht wahr an, so schnell fiel die Entscheidung, unsere 3-Zimmer-Wohnung in einem der beliebtesten Hipsterviertel Berlins aufzugeben und stattdessen in eine kleinere, etwas weniger zentrale 2-Zimmer-Wohnung einzuziehen. Warum eigentlich?! Nun ja, die alte Wohnung war für mich immer viel zu dunkel, erste Etage und Hinterhaus sind schlichtweg nicht für eine Bloggerin gemacht worden. Selbst wenn ich mittlerweile nicht mehr allzu viel zu posten habe und grundsätzlich kaum Zeit für den Blog aufwenden kann, die "Dunkelheit" hat mich immer ziemlich runtergezogen. Man kommt einfach nicht aus den Federn raus, falls ihr wisst, was ich meine. Ständig chille ich den ganzen Tag im Bett und bin müde. Wer mich persönlich kennt, der ist schon an meinem durchgängigen Müdigkeits-Jammern gewöhnt, haha. Nun, das wird so schnell nicht wieder passieren. Durch meine neue Vollzeitstelle habe ich endlich (das erste Mal in meinem Leben) einen ordentlich Tagesrhythmus und durch die neue Wohnung genügend Licht, das mir Aufschwung verleiht. Analog gilt es auch für Minh, hihi. Wir werden erwachsen!

Unsere neue Wohnung ist nicht weit von der ursprünglichen entfernt, um genau zu sein nur zwei Tram-Stationen weiter. Hier soll es bald ein neuer, cooler, junger Kiez entstehen, Stadtpark und Cafes und Supermarkt inklusive. Noch werden die Häuser und der Park gebaut, aber spätestens nächstes Jahr wird es gut, wurde uns versprochen. Derzeit ist es drumrum aber unfassbar staubig, daher trage ich seit dem Umzug letzten Freitag nur noch Gummistiefel! Die halten viel aus und sind nicht minder angenehm als Sneakers, eine wahre Entdeckung quasi. Wer bald umzieht und vielleicht Sorgen hat, seine (weißen) Stoffsneakers dreckig zu machen, der soll nach Gummistiefeln Ausschau halten. Da, wo die Festivalsaison begonnen hat, braucht ja jeder mindestens ein Paar davon in seinem Kleiderschrank, nicht wahr?!

Gerade bauen wir einen IKEA Hemnes Kommode zusammen... Wenn ihr mitverfolgen wollt, wie wir die neue Wohnung gestalten und dekorieren, dürft ihr meine Instagram-Story nicht verpassen. Morgen geht es darum, eine Einbauküche zusammenzustellen (oh je!), mal sehen, wie gut es klappen wird. Das Schlafzimmer ist aber so weit so fertig, es fehlt nur noch ein Bett, das Minh unbedingt selbst bauen möchte (ich will ja wirklich Vertrauen haben, haha)... Bleibt gespannt.


Der Post wäre ja schon zu Ende, aber ein paar Bilder habe ich vom Wochenende, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Bei dem guten Wetter haben wir eine kleine Pause vom Bauen eingelegt und sind Schneeeis essen gegangen. Später an dem Abend habe ich dann noch als Hochzeitsmoderatorin gearbeitet, insofern war es vielleicht nicht so intelligent, vorher noch Kohlenhydrate in mich hinein zu schaufeln, aber oh mein Gott, es war so gut! Was ich getragen habe: Shirt und Rock sind von Shein, Brille von Gentle Monster und Sneakers von Fitflop. Und natürlich: einen großen Eisbecher in der Hand. Ich verabschiede mich jetzt von euch und hoffe, dass wir uns auf Instagram wiedersehen werden. Oder hier - bald! :)


photo by Tuyet Nhi Tran (2016)

Die Tränen drücken sich hoch und füllen meine Augen. Ich versuche mit aller Kraft nicht zu blinzeln und schnappe nach Luft. Das Atmen fällt mir schwer. Meine Hände sind geballt und ich drücke die Pobacken so fest auf den Stuhl, dass sie wehtun. Gerade sitze ich in der letzten Klausureinsicht in meinem Leben als Bachelorstudentin – und weine.  Irgendwie sind die letzten Jahre plötzlich wie im Flug vergangen und ich erinnere mich nur noch vage an den netten Studenten mit den dunkelblonden Haaren und einem stralend blauen Pullover, der mir den Vortritt an der Schlange zum Prüfungsamt überlassen hat. Ich, damals 20 Jahre alt, habe das Abi gerade erst hinter mich gebracht und war wahnsinnig gespannt auf das Studium der Wirtschaftsmathematik. Die Studenten waren für uns damals so intelligent, so erwachsen, so zielstrebig. Das Tor zur Uni war so etwas wie ein Schritt in den Himmel: Akademiker werden, wir alle, und dann in Großunternehmen arbeiten. So oder so ähnlich habe ich es mir ausgemalt – und meine Freunde vermutlich auch.

Rückblickend betrachtet war es vielleicht gar nicht so falsch, nur langwierig. Ein Wechsel des Studiengangs und weitere drei Jahre später sitze ich also vor meiner letzten, gerade fertig korrigierten Klausur, und kämpfe um einen verdammten halben Punkt, um meine Note um 0,3 Punkte zu verbessern. Noch nie fühlte ich mich von einem Tutor unfairer behandelt und noch nie hatte ich während des ganzen Studierens das Gefühl, derart hilflos zu sein. Vielleicht ist es nicht mein Tag, wahrscheinlich ist es einfach nur nicht sein Tag, und doch hängt meine Bachelorabschlussnote von diesem halben Punkt ab. Meine Stimme wird lauter und heller, die Mascara läuft, irgendwie drehen wir uns für über eine halbe Stunde im Kreis, um genau zu sein um eine einfache Rechnung, irgendwann schließe ich die Klausur und verlasse weinend das Zimmer. Es sind Momente wie diese, in denen ich eine ruhige Oase bräuchte, einen Kaffee u./o. eine Umarmung. Von dir oder von fremden Menschen, ganz egal. Ich möchte nur verstanden werden. Streicheleinheiten. Tröstende Worte. Versprechen. Und dann allein sein und meditieren. Oder Instagram durchsrollen - auch das ist meditativ.

Es sind diese Situationen im Leben, in denen man ein Zuhause weitweg von Zuhause braucht und will. Für mich war es einmal ein zweistockiges Café in Berlin-Mitte, das mittlerweile nicht mehr dort steht. Ein paar Stunden um runterzukommen, zu akzeptieren und aufzustehen. Als ich später von Daybreakhotels.com lese,  stelle ich fest: Genau meins. Nicht nur für Zeiten zwischen der Landung und des Business-Meetings, sondern auch so mal... Übrigens werde ich meinem Prof eine E-Mail schreiben und um einen Termin bitten, um weiter über diese eine Rechnung zu diskustieren. Ich werde berichten – und ihr könnt mir den Daumen drücken. Schon bald werde ich mein Abschlusszeugnis in den Händen halten, was danach kommt, das wird noch nicht verraten. Nur so viel: Ich bin wahnsinnig gespannt.


Guten Morgen ihr Lieben, seit exakt gestern arbeite ich das erste Mal in meinem Leben Vollzeit und während alles noch wahnsinnig aufregend ist, ist es zugleich auch sehr anstrengend. Ich muss mich an einen geregelten Schlafrhythmus gewöhnen, mich morgens mehr beeilen, um mich bloß nicht zu verspäten (Die akademische Viertelstunde dauert bei mir sonst immer 30 Minuten :P) und abends, wenn es nach Hause geht, wird noch für die letzten Klausuren des Bachelorlebens gepaukt. Das heißt: Der Kaffee muss her, tagtäglich, am liebsten zweimal. Ein Glück habe ich allerdings: Mein Büro ist ein absoluter Traum und es existiert kein Dresscode. Sneakers, Jeans, Kuschelpullis - alles geht, solange die Arbeit erledigt wird.  

Ich trage also im Grunde immer noch das, was ihr sonst auch auf Instagram sieht. Die Zeit für Kostüme und tägliche Blazer wird noch kommen, aber noch schlägt das Studentenherz in mir. Ich glaube, ich muss euch nicht viel erzählen, wie mein Streetstyle aussieht, nicht wahr? Derzeit bin ich auf der Suche nach neuen Sneakers, die nicht weiß sind :D, denn davon habe ich schon eine kleine Sammlung. Habt ihr Tipps für mich?!