Jedes Mal, wenn ich nach Hause fahre, also alle zwei oder drei Jahre, freue ich mich auf ihre Gesichter. Weil ich an sie glaube - Freundschaften für immer. Mit elf Jahren bin ich nach Deutschland gekommen, ohne mich verabschieden zu können, von Menschen, mit denen ich fünf Jahre auf der Schulbank verbracht habe, die ich so sehr ins Herz schloss wie kaum jemanden. Wir mussten damals schon sehr viel lernen, sodass ich wirklich sagen kann, dass wir zusammen durch schwere Zeiten gegangen sind. Das erste Mal verknallt sein. Die ersten Kritzeleien auf den Holztischen. Die ersten Liebesbriefe. Wir lernten Lesen, Rechnen, Spielen, Lieben. Ich lernte, wie es ist, mit 70 anderen Kindern (ja, so groß war meine Klasse ;D) auf engstem Raum zurecht zu kommen, ihren Respekt zu erarbeiten und sie zu führen (als "Klassensprecherin" war ich damals wie eine Art Aufsicht bzw. Ersatz für die Lehrer, falls sie mal zu spät kamen oder einfach fehlten - u.a. haben ich damals sogar Diktate schreiben lassen, haha).

Jedes Mal, wenn ich in Hanoi bin, trifft sich unsere Grundschulklasse wieder. Die Kindheit geschrieben auf den Gesichtern. Egal wie man sich verändert hat, nach spätestens zehn Minuten erkennst du sie wieder, dieselben Kinder, dieselben Charakter von damals. Als wenn die Zeit stehen geblieben wäre und alle einfach nur größer geworden sind. Dieselben Augen, dasselbe Lachen. Es gibt sie, Freundschaften für immer. Denn ganz egal, wie langsam du sie nicht siehst, wieweit weg du wohnst, sie können dir immer das Gefühl geben, nach Hause zu kommen. Ich klammere noch immer an der Vergangenheit, möchte sie nicht loslassen. Ein Ticket zurück zur Kindheit, bitte nur eins. 
 

GEDANKEN Letzten Mittwoch war ich mit einer Freundin auf einem Event von GAP x Zalando (ab jetzt gibt es GAP auch bei Zalando zu kaufen) und es war wunderschön. Ich trug ein paar alte Lieblingsstiefeletten, die ich seit Jahren nicht mehr anrührte, und musste früh schmerzend feststellen, dass sie von allen Seiten drückten. Von vorne, hinten, oben, unten, es gab keinen Ausweg. Und als wir nach 30 Minuten auf den Bus warten und letztlich doch zu Fuß laufen mussten, war meine Laune am Ende. Doch als wir dort ankamen und ich vor lauter Begeisterung gar nicht mehr aus dem Staunen rauskam (Wunderschön! Wenn ich eines Tages in Berlin vor den Altar treten sollte, dann bitte hier), vor allem der Hinterhof ist ein Traum. Wir saßen da, genossen das absolut köstliche Barbecue und zum Nachtisch Frozen Yoghurts, schauten den fröhlichen Menschen und der sinkenden Sonne zu, froren ein wenig im Abendwind des späten Frühlings und alles, was ich fühlte, war Glück. Und Dankbarkeit. Dass ich Momente wie solche miterleben darf. Auch gefüllte Goodie Bags und Überraschungspakete und kostenlose Klamotten, aber vor allem schätze ich am Bloggen, dass ich vieles Neue sehen, hören, schmecken, fühlen darf. Dazu gehörte letzte Woche diese Grillparty. Danke dafür.

GESEHEN Mad Max Fury Road im Kino, und den fand ich überraschenderweise gar nicht so übel. Minh dagegen konnte ihn gar nicht leiden, obwohl er derjenige war, der ihn unbedingt schauen wollte :D. Ich packe euch den Trailer unten hin, falls ihr ihn noch nicht gesehen habt. Wäre das auf Anhieb etwas für euch?

GETESTET Eine getönte Tagescreme von Caudalie, die ich ziemlich gut finde. Ich schwanke noch zwischen der und der Complexion Rescue von bare Minerals und werde zeitnah berichten! Das Tolle: Beide haben Lichtschutzfaktor und sind damit perfekt für den Sommer.

WIEDERENTDECKT Candy Crush und ich hasse mich selbst dafür, ich spiele es immer zu Ende (ja, richtig gehört, es gibt ein Ende :D), dann höre ich auf ein paar Monate auf und irgendwann erinnere ich mich wieder daran, dass es vermutlich neue Levels dazu gekommen sind. Und dann suchte ich Tag und Nacht und bin die ganze Zeit übermüdet. Im Moment bin ich auf Level 827 und ihr so? Bitte kommentiert zahlreich, vielleicht fühle ich mich dann weniger schlecht, haha.

GEFÄLLT New York - Erwartungen und Realität, müsst ihr sehen, ich mag Tess außerdem sehr für ihre sympathische Art.



Nach beinah einem Jahr bin ich endlich soweit, euch die ersten Bilder aus meinem Urlaub vom letzten Sommer zu präsentieren. Ich war vier Wochen lang in meiner Heimatstadt Hanoi und habe die Zeit wie immer sehr genossen. In meinem ersten Post dieser Hanoi-Reihe möchte ich euch ein paar Random Facts / Ratschläge für einen Aufenthalt in meiner Lieblingsstadt mit auf den Weg geben. Habt ihr Lust? Na dann los geht's :).

1. Achte auf deine Wertsachen, trage deine Tasche immer cross-over über den Körper und wenn du ein Selfie machst, dann halte dein Handy fest in deiner Hand. Trage am besten keinen Goldschmuck oder sonstiges, was nach Geld aussieht. Das heißt nicht, dass du dich nicht hübsch machen darfst, aber sei nicht allzu protzig. Ich selbst habe zwar noch nie einen Raubüberfall miterlebt, aber Geschichten darüber gibt es reichlich und sind beliebt wie Horror-Stories, die während schlafloser Nächte auf der Klassenfahrt erzählt werden ;). Insofern wird es nicht schaden, vorsichtig zu sein, auch Taschendieben gegenüber.



2. Hab keine Angst, wenn du das Essen nicht sofort verträgst und höchstwahrscheinlich sogar Durchfall bekommst, vom normalen Bauchschmerzen ganz zu schweigen. In den meisten Fällen wirst du nichts Schwerwiegendes haben, das Essen in Deutschland ist einfach zu sauber, haha :D. In Notfällen solltest du aber natürlich einen Arzt aufsuchen, in Vietnam ist es üblich, dass man ins Krankenhaus fährt.



3. Probiere die ganzen Streetfood-Läden aus und sei offen. Das vietnamesische Essen ist nicht allzu gewöhnungsbedürftig, wie man es sonst aus Galileo kennt, wir essen z.B. keine Insekten :D. Ansonsten kann man mittlerweile auch überall Pasta, Pizza und sogar Döner finden! 



4. Auch wenn er sich schon viel verbessert hat, der Straßenverkehr in Vietnam kennt keine Regeln. Um über die Straße zu kommen, brauchst du dir keinen Ampel suchen (es macht eh keinen Unterschied), sondern läufst einfach los, ein Fuß nach dem anderen, langsam aber bestimmt. Angst brauchst du nicht zu haben, denn die Mopedfahrer sind geübt darin auszuweichen. Tief einatmen und los geht's, Übung macht den Meister! 




5. Verhandelt immer, egal wo, egal wann, egal mit wem, vor allem wenn du aussiehst wie ein weißer Mensch, aber auch wenn man merkt, dass du aus dem Ausland kommst. Gehe mit dem Preis runter auf ein Drittel und einigt euch auf die Hälfte des ursprünglich genannten Preises. Auch weglaufen hilft: Sie werden sich mit Sicherheit zurückrufen.



6. Das 3G Internet ist in Vietnam sehr günstig, ihr könnt also quasi grenzenlos surfen, instagrammen, snapchatten, ... Der gängigste Anbieter ist Viettel, dessen Filialen überall zu finden sind. Außerdem haben fast alle Cafes sehr gutes Free-Wifi, falls ihr arbeiten oder skypen möchtet.