IVY REVEL sweater* / H&M clutch / fotos by MINH SAM NGUYEN

Ich habe mich verliebt und wer mich kennt, weiß, dass ich ganz schnell neue Süchte entwickeln kann, ob nach einem Spiel, einem Duft, einem Gericht - oder eben einem Kleidungsstück. Nachdem die schwarze Version des Pullovers mir so gut gefiel, musste ich das gute Stück auch in Blau besitzen. Zugegeben, das Hellblau wird total schnell dreckig und ich habe bereits einige Tomatensoßeflecken darauf, aber schön ist der Pulli trotzdem und vor allem passend zum Frühling! Habe ich euch schon erzählt, wie sehr ich das derzeitige Wetter liebe?!

Während ihr diese Zeilen lest, bin ich bestimmt dabei, schlafen zu gehen. Morgen startet die Uni bereits um 8, aber um 16 Uhr habe ich Schluss und dann geht's ab zum Frozen Yoghurt, yummy. Auf Snapchat (@ifiwereaudrey) könnt ihr meine eigene Reality Show mitverfolgen, beinah spannender als die von den Kardashians, haha. Auch wenn ich öfters mal jammere, mein ganzer Foodporn macht das wieder wert. Und wenn euch mal die Motivation fehlt und ihr einfach auf nichts Bock habt, habe ich einen großartigen Tipp für euch: Guido Maria Kretschmer grüßt euch und gibt euch Kraft - in einer ganz persönlichen Videobotschaft! Mein Name ist leider nicht dabei (das asiatische Schicksal -.-), aber eure bestimmt :D. Ggf. könnt ihr sogar einer Lieblingsperson eurer Wahl eine Botschaft schicken. Als Fan von Customized-Sachen freue ich mich immer über solche Kampagnen... Weißt du, wieviel Kraft in dir steckt? Mehr dazu am Ende des Posts! Ich wünsche euch einen tollen Tag, bis bald!
 


____ sponsored by Actimel
CRUMPLER backpack* / ZARA knit / MISSGUIDED skort* / TOPSHOP heels* / fotos by MINH SAM NGUYEN

Das neue Semester hat am Montag angefangen und nur drei Tage gebraucht, um mich völlig aus der Bahn zu bringen. Ich merke schon, wie der Schlafmangel langsam aber sicher heranschleicht, die To-Do-Liste länger wird und mein Zimmer sich an der Unordentlichkeit gewöhnt. Noch habe ich die Motivation, alles zu schaffen, drückt mir bitte die Daumen :D. Das Wetter ist immerhin eine große Hilfe, Sonnenstrahlen haben etwas Magisches an sich, ich bekomme gar nicht genug davon. Weil es momentan aber noch nicht wirklich warm ist, trage ich meist viele dünne Schichten übereinander, um sie im Laufe des Tages nach und nach auszuziehen. Oder eben wie hier: oben tiefster Winter, unten heißester Sommer.

Hinzu kommt der Doozie Backpack von Crumpler, der unten (seht ihr den Reißverschluss) sogar Extra-Fächer für eine Kamera-Ausrüstung besitzt und wirklich perfekt ist für Freunde aka. Fotografen für Bloggerinnen :D. Bisher haben wir die Kamera immer recht unvorsichtigt in Taschen geschmissen, insofern ist der neue Rucksack ein wahrer Fortschritt, haha - übrigens sehr geeignet für Reisenden! Falls die Aufteilungen nicht braucht werden, könnt ihr den Rucksack auch in voller Länge nutzen, schwierig zu erklären, aber wenn ihr auf den Link klickt und euch die Bilder anschaut, werdet ihr verstehen, was ich meine. Damit verabschiede ich mich, die 8-Uhr-Vorlesung heute war zu viel... Bis bald :).



Er stand da, unbeholfen und wartend, neben seinem Rollstuhl am unteren Ende der Treppe. Ich war auf dem Weg in die Stadt, um mich mit einer Freundin zum ersten Eis des Jahres zu treffen und sah ihn gleich, als ich die Treppe hinunter ging. Intuitiv machte ich mein Snapchat aus, packte das Smartphone weg und wollte helfen. Der Mann schaute emotionslos nach oben - ganz geduldig und so, als hätte er bereits viel Erfahrung darin gehabt. Er hinkte auf einem Bein, eine Hand umklammerte das Treppengeländer. Ich schaute weg, allein könnte ich den Rollstuhl niemals über 30 Stufen nach oben tragen und jemand würde schon gleich zu ihm kommen. Ja, sicher, so läuft es ja sonst auch immer.

Aber als die S-Bahn kam und eine Welle an Menschen an die Station spült, machten alle einen großen Bogen um den behinderten Mann. Sie blickten an ihm vorbei, sprachen in ihre Smartphones, hörten Musik, waren in Eile und sprangen die Treppenstufen hoch. Und ich stand krampfhaft in seiner Nähe, peinlich berührt und unsicher und feige, um zu ihm zu gehen und meine Hilfe anzubieten. Ganz viel Scham. Ich stand da und betete, dass jemand das Richtige tat und dem armen Menschen seinen Rollstuhl nach oben verschafft. Ich verfluchte Berlin, dass die Station Warschauer Straße keinen Fahrstuhl hatte und dass alle genauso egoistisch waren wie ich selbst. Ich hasste mich dafür, dass ich nichts tat und versteinert zu Boden guckte... Irgendwann kam ein gutaussehender, sportlich gekleiderter Mann die Treppe herunter und bat dem Behinderten seine Hilfe an und ich atmete erleichtert auf. Alles wurde gut, mein Tag großartig, aber der kleiner Mann blieb mir im Gedächtnis. Sein krummer Rücken, seine Weigerung, einfach irgendjemanden um Hilfe zu bitten, die Geduld, die er aufbrachte. 

Nächstes Mal, das schwöre ich, schaue ich nicht weg. Zum ersten Mal wundere ich mich nicht mehr über Gewaltgeschichten in Berliner U-Bahnen und daraus resultierenden Todesfällen. Zum ersten Mal glaube ich zu "verstehen", weshalb Menschen lieber auf sich selbst fokussieren, weil wir alle Angst haben, etwas außerhalb unserer Gewohnheit zu vollbringen. Unsicherheit, Egoismus, aber keine Entschuldigung. Keine Ausrede fürs Nicht-Handeln. Ich bin mir ganz sicher, wäre ich zu dem Mann hingegangen und hätte versucht, ihm zu helfen, wären andere dazugekommen und hätten mit angepackt. Aber niemand traut sich, der erste zu sein. Niemand will zu viel tun, abgeben. Auf der einen Seite wollen wir alle besonders sein und auf der anderen Seite steht die Bequemlichkeit. Ein schmaler Grad.

Manchmal trifft man schwierige Entscheidungen im Leben, muss abwägen und um Meinungen fragen. Manchmal sollte man aber einfach nur tun, statt zu viel nachzudenken und seinen eigenen Nutzen über andere stellen. Auch wenn man dabei einen Zug verpasst und zehn Minuten länger warten muss. Ich bin 23 und muss noch viel lernen, bis ich eines Tages wirklich erwachsen werden kann. Denn schließlich ist es am Ende nicht das Eis, das mir den Tag versüßt, sondern Menschen, mit denen ich meine Luft teile. Liebenden wie Fremden. Nächstes Mal kneife ich mir meinen Arm blutig, solange ich nur blöd rumstehe und darüber philosophiere, was wäre, wenn. Zwei Hände hast du. Eine, um dir selbst zu helfen, und die zweite für andere. Schau nicht weg.